Geschichte / Vereinschronik

1929 - 1949

Hervorgegangen aus dem ASV Vorwärts, nachdem es dort wegen Meinungsverschiedenheiten zur Spaltung kam, wurde der

ASV Hellas 1929

gegründet.

Aus der Arbeiterbewegung kommend und dem Arbeiter Turn- und Sportbund angeschlossen, diente er auf dieser Grundlage der Bevölkerung und kam bei dieser auch gut an, wie schnell steigende Mitgliederzahlen bewiesen. Schließlich war und ist der Schwimmsport ohne große Kosten jedem zugänglich.

Sportlich konnte der ASV Hellas schon mit dem ersten Wettkampf auf sich aufmerksam machen. Mit dem Sieg in einer 10x40 m-Staffel empfahl er sich bei den bisher sieggewohnten Mannschaften.
Einen erfolgreichen Platz nahm in den folgenden Jahren auch die Wasserballmannschaft ein, die z.B. 1932 um die Meisterschaft im Arbeiter Turn- und Sportbund spielte. Auch das Synchronschwimmen wurde schon betrieben und verschaffte sich Beachtung. Genannt wurde es damals noch schlicht Figurenlegen. Die vierte Schwimmsportart, das Kunstspringen, wurde damals ebenfalls noch erfolgreich ausgeübt.

Nicht nur in Berlin, auch außerhalb wurde an Wettkämpfen teilgenommen. Die hierzu notwendigen Mittel wurden aus Monatsbeiträgen von 0.20 bis 1.00 RM erbracht. Wer zum Übungsabend erschien, musste weitere 0.10 bzw. 0.20 RM Eintritt entrichten.
Bereits 5 Jahre nach der Gründung folgte die zwangsweise Auflösung. Anfang 1934 blieben die Türen im Stadtbad Wedding für den ASV geschlossen. Der politischen Entwicklung jener Zeit war der Arbeitersport ein Dorn im Auge, die Vereinsauflösungen damit unwiderruflich.

Unser 1975 verstorbener Ehrenvorsitzender Alfred Abendroth, Mitinitiator der Gründung, nahm Verbindung auf zu Sportvereinen, die keine Schwimmabteilung hatten, um sich diesen anzuschließen. Nach einigen Fehlversuchen bot sich diese Gelegenheit beim Berliner Turnsportverein 1911. An die früheren Erfolge konnte aber nicht mehr angeknüpft werden.
Der 2. Weltkrieg brachte dann das Vereinsleben endgültig zum Erliegen.
Auch in den Wirren der Nachkriegszeit war an ein Vereinsleben nicht zu denken. Jeder hatte seine eigenen Sorgen, der Gedanke an Sport hatte einen untergeordneten Platz. Zudem waren Vereine auf Anordnung der Alliierten noch verboten.

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1950 - 1959

Am 17.August 1950 trafen sich 63 Personen im Lokal Lynar-/Sparrstr. zur Gründungsversammlung. Sie einigten sich dabei auf den Namen

Schwimm-Club Hellas 1929.

 

Trainingsmöglichkeit bot anfangs der Taubstummenverein im Postbad. Ab dem Winter gab es dann eigene Trainingszeit im Stadtbad Wedding und im Postbad, insgesamt 2 3/4 Stunden.
Nach Aufnahme in den Berliner und den Deutschen Schwimmverband im Februar 51 wurde im April erstmals wieder an einem Clubkampf teilgenommen und dieser auch gewonnen.
Im Sommer stand dann das Freibad Plötzensee als Trainingsstätte wieder zur Verfügung. Als Vereinsraum diente die Zelle im Turm neben unserem heutigen Vereinsgelände.
In Plötzensee wurde auch eine Werbeveranstaltung anlässlich der Festwoche "700 Jahre Wedding" durchgeführt. Obwohl einzelne Vorhaben wegen schlechten Wetters ausfallen mussten, konnte der SC Hellas einen guten Werbeeffekt verzeichnen. Im Juli wurde bereits das 500. Mitglied begrüßt.
264 Kinder nahmen am ersten Kinderfest am Strand vor der Vereinszelle teil. Die Kinder- und Jugendbetreuung auch außerhalb des Sports sollte einen Schwerpunkt der Vereinsarbeit bilden.
Erstmals starten im August 19 Mitglieder bei den Jugend-Prüfungskämpfen des Berliner Schwimm-Verbandes im Olympiastadion.
Das Interesse am Verein ist unverändert groß, beim 22. Stiftungsfest im September müssen nicht wenige Gäste wegen Überfüllung des Saales unverrichteter Dinge wieder heimwärts ziehen.
Bis 1952 ist die Mitgliederzahl auf 681 gestiegen.
Im April 1952 findet die erste eigene Schwimmveranstaltung im Postbad statt. 500 Meldungen gingen hierzu ein.
Im Freibad Plötzensee wird mit unermüdlichen Arbeitseifer einiger Mitglieder das neue Clubheim errichtet. Zur Beschaffung der Mittel mussten zwei Kredite aufgenommen werden, die durch einen Sonderbeitrag der Mitglieder bis 1957 getilgt wurden. Obwohl die Kosten selbst getragen wurden, gehört das Clubheim dem Bezirksamt Wedding. Der Verein darf Gelände und Clubheim als Pächter nutzen.

Ende des Jahres wird auch bei den Männern als Vereinsfarbe blau gewählt, die Frauen hatten sich bereits 1950 gegen die bisher rote Badebekleidung entschieden.

Im Januar 1953, die Mitgliederzahl war inzwischen auf über 820 gestiegen, einigte man sich auf der Jahreshauptversammlung einstimmig auf einen neuen Namen:

Schwimm-Club Wedding 1929 e.V.

Bei der Gründung hatte sich dieser Name nicht durchsetzen können.
Für 2 Wochen fahren 40 Mitglieder erstmals nach Detmold und führen dort ein Trainingslager durch.
In Berlin mehren sich die Schwimmveranstaltungen; im August z.B. führt der SC Wedding einen Wettkampf mit 18 Vereinen in Plötzensee durch.
Im Januar 1954 wird die neuaufgebaute große Schwimmhalle im Stadtbad Wedding eröffnet. Der Eröffnungswettkampf und die Berliner Meisterschaften im Schwimmen und Springen werden dort vom SC Wedding aus Anlass des 25jährigen Jubiläums durchgeführt.
In einem Rückblick über diese Jahre taucht immer wieder der Begriff "erstmals" auf:

April 54 erstmals Karfreitagswanderung, im Juni der erste Ausflug der Frauen.
1955    erstmals Kegelabende, erster Auftritt des neuformierten Flossenreigens,
erste Bemühungen um die Bildung einer Wasserballmannschaft.
1956    erstmalige Teilnahme an den Deutschen Jugendprüfungskämpfen,
der erste Berliner Meistertitel durch Monika Eichholtz.
1957    erster Wettkampf mit einer ausländischen
Mannschaft in Berlin und Rückkampf in Finnland.

Nicht nur Erfolge wurden gesammelt, man kümmerte sich auch um die Anfänger. Ende 1958 wurde dem 500. Schwimmschüler das Freischwimmerzeugnis ausgehändigt.


1960 - 1979

Der SC Wedding bekommt eine neue Trainingsstätte: im Oktober 1960 wird das Paracelsusbad eröffnet.
Die Wasserballer schaffen 1961 den Aufstieg in die Klasse 1.
Im Oktober fuhr der SCW erstmals nach Bremen.
Ebenso wie mit den Schwimmfreunden aus Detmold, Springe (seit 1964) und Bielefeld finden bis heute regelmäßige Wettkampfbegegnungen statt. In den Folgejahren wurde noch zu zahlreichen anderen Vereinen in dem In- und Ausland Kontakt aufgenommen.
1963 wird mit der Seniorenfahrt eine neue Veranstaltungsreihe begründet.
Ebenfalls seit 1963 wird mit den Vereinen aus Bielefeld und Bremen um den BBB-Pokal geschwommen.
Anstelle des jährlichen Weihnachtsschwimmen wird erstmals im / Paracelsusbad eine Schauveranstaltung unter dem Titel "Des Schwimmers Traum" aufgeführt. Der Erfolg wird mit ähnlichen Veranstaltungen in den nächsten Jahren wiederholt.
1965 schaffen die Wasserballer den Aufstieg zur II. Liga Nord, ein Jahr später folgt der Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse.
1967 und 1968 konnte aber der jeweilige Abstieg nicht verhindert werden.
1970 wird nach längeren Jahren Pause wieder eine Wasserballjugendmannschaft gebildet.
Anfang des Jahres 1972 hat der 1500. Schwimmschüler seine Ausbildung abgeschlossen.
Nachdem 1959 erste Gespräche über eine Wettkampfgemeinschaft fehlgeschlagen waren, nahm der SC Wedding 1972 Verbindung mit der bereits bestehenden Startgemeinschaft SVg Berlin / BSC Delphin auf. Nach einer Probephase in einer Trainingsgemeinschaft wurde im Oktober mit den beiden Vereinen und dem PSV die SG Berlin Nord gegründet.
1973 besuchen unsere Synchronschwimmerinnen erstmals die norddt. Meisterschaften. Der achter Bilderreigen wurde damals gewonnen. In den folgenden Jahren sollten sie dann dort auch in den anderen Disziplinen die führende Rolle spielen.
Die Frauen führen nun jährlich ihre Frauenfahrt durch.

Das Vereinsheim wurde seit dem Bau 1952 in den vergangenen Jahren ständig ausgebaut, das Gelände dreimal erweitert. Nachdem sich 1973 zum zweiten Mal der Versuch eines gemeinsamen Neubaus für alle im Freibad Plötzensee beheimateten Verein nicht durchsetzen konnte, wurde im Frühjahr 1974 mit der Erweiterung unseres Clubheims begonnen. Mit dem bis 1975 in Eigenarbeit der Mitglieder errichteten Saal verfügt der SC Wedding nun über eine Freizeitanlage, um die uns viele Vereine immer wieder beneiden.
Ebenfalls 1974 hat der SC Wedding mit Kerstin Podack und Jutta Streit erstmals deutsche Jahrgangsmeister in seinen Reihen.
Die Wasserballer veranstalten das erste internationale Turnier.
Die Erfolge mehren sich und können fast nicht mehr gezählt werden. Im Schwimmen, Synchronschwimmen und Wasserball werden zahlreiche Meistertitel errungen, einzelne Aktive werden in die verschiedenen deutschen Nationalmannschaften berufen.
Im Wasserball, wo 1976 erstmals eine Schülermannschaft gemeldet wird, gewinnt die Seniorenmannschaft ein Jahr später erstmalig den Berliner Meistertitel.
Wiederum ein Jahr später beteiligt sich der SCW an den ersten Berliner Meisterschaften im Damenwasserball.
1978 steigen die Damen mit der SG Nord in die 1. Bundesliga auf.
Die Schwimmweltmeisterschaften finden in diesem Jahr in Berlin statt. Der SC Wedding ist nicht nur durch zahlreiche Helfer, sondern auch durch Elke Kloss aktiv bei den Synchronschwimmerinnen vertreten.
Allen drei Herrenmannschaften gelingt im Wasserball der Aufstieg in die jeweils nächsthöhere Spielklasse.
1979 steht ganz im Zeichen des 50jährigen Bestehens.
Entsprechende Veranstaltungen und zahlreiche Erfolge runden dieses Jahr ab, z.B. schafft die 1. Wasserballmannschaft den Aufstieg in die zweithöchste Liga des DSV.

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1980 - 1989

Auch nach 50 Jahren gibt es noch Neues. Nachdem zum 50.Jubiläum die Herren eine Angeltour zur Ostsee unternahmen, wird seit 1980 jährlich eine Jugendfahrt über die Pfingstferien durchgeführt.
Die Damenwasserballerinnen bringen erstmals ihr Turnier um den Golombiewski-Pokal zur Ausführung.
Ende des Jahres öffnet das Hallenbad Seestraße.
Die Synchronschwimmerinnen haben die Spitzenstellung in Norddeutschland eingenommen. Alle Berliner und Norddeutschen Meistertitel können 1980 und in den Folgejahren gewonnen werden. International ist Kerstin Jorkisch bei den Jugendeuropameisterschaften in Bern mit dem 3. Platz in der DSV-Gruppe erfolgreich. Bei den deutschen Juniorenmeisterschaften gewinnt die Gruppe die Goldmedaille, bei den deutschen Jugendmeisterschaften werden zwei Bronzemedaillen gewonnen.
Die Schwimmer nehmen das jährliche „Reinhold-Hinz-Gedächtnisschwimmen in das Programm.

1981 gelingt der Wasserballmannschaft erstmals die Qualifikation zur deutschen Pokalvorrunde.
Auch die Synchronschwimmerinnen sind wieder erfolgreich. Bei den deutschen Meisterschaften gewinnt die Gruppe Bronze.
Die Seniorenschwimmer bleiben ebenfalls weiterhin aktiv. So können z.B. 6 Titel bei den deutschen Seniorenmeisterschaften errungen werden. Weniger Glück hat in diesem Jahr die Damenmannschaft der SG. Nach dem Abstieg aus der 1. Bundesliga folgt 1981 auch der Abstieg aus der 2. Liga.

1982 müssen sich auch die Wasserballer mit dem Abstieg aus der 1.Oberliga Nord abfinden.
Die Synchronschwimmerinnen werden in diesem Jahr mit dem Wanderpreis des Senators für Jugend und Sport ausgezeichnet.
Die Rechtfertigung dieser Auszeichnung folgt mit der Silbermedaille für H. Friedrich und C. Hoepke in der DSV-Gruppe bei den Jugendeuropameisterschaften in Innsbruck. K. Jorkisch wurde vom DSV für die WM in Guayaquil nominiert und belegte dort mit der DSV-Gruppe Platz sieben.
Die SG Nord begeht ihr 10-jähriges Jubiläum und veranstaltet im Olympia-Schwimmstadion einen Wettkampf, der auch in den Folgejahren mit westdeutscher, seit 1986 auch internationaler Beteiligung durchgeführt wird. Der SC Wedding nimmt einen jährlichen Senioren-Schwimmwettkampf in das Programm auf.
Beim Abendroth-Pokal kann der SC Wedding mit Typografia Budapest erstmals eine Ostblockmannschaft begrüßen.
Zwei Schwimmwettkämpfe werden von uns neu in das Programm aufgenommen: das „Hans-Rohrbeck-Gedächtnischwimmen“ und das schon früher traditionsreiche Langstreckenschwimmen "Quer durch den Plötzensee", letzteres wird 1983 erstmals als Volksschwimmen durchgeführt.
K. Jorkisch gewinnt bei den Europameisterschaften in Rom mit der DSV-Gruppe die Bronzemedaille. Bronze auch bei den Deutschen Meisterschaften für die Gruppe des DSV. Dieser Platz kann 1984 wiederum erreicht werden.
Die Damenwasserballmannschaft kann erstmals die Berliner Vizemeisterschaft erringen und diesen Platz wie die B-Jugendmannschaft (seit 1981) über die folgenden Jahre hinweg halten. Erfolg auch für die Herrenwasserballer, die in diesem Jahr den Aufstieg in die Regionalliga Nord schaffen.
Wertvolle Trainingszeit geht durch die halbjährige Schließung des Stadtbades Wedding und des Paracelsus-Bades wegen Umbau verloren. Im Sommer 85 schließt das Paracelsus-Bad nochmals für 1 1/2 Jahre und bekommt ein neues Edelstahlbecken.


1985 hatten die Synchronschwimmerinnen den bisher größten Erfolg bei Deutschen Meisterschaften. H. Friedrich und K. Jorkisch wurden deut. Vizemeister im Duett und belegen mit ihren Mannschaftskameradinnen Y. Artus, S. Faber, C. Hoepke, C. Schulze auch in der Gruppe den Silber-Rang.
Erfolge auch bei den Schwimmern. Der deutsche Jahrgangsmeister A. Maetzulat wird bei den JEM in Genf Vizemeister über 100 m Schmetterling und gewinnt mit der DSV-Lagenstaffel Bronze. Am Jahresende schaffen die Damen mit der SG nach dem Aufstieg 1984 in die 2. Liga den Aufstieg in die 1. Bundesliga, auch den Herren gelingt der langersehnte Aufstieg in die 2. Bundesliga.
Die Seniorenmannschaft kann zum fünften Mal Berliner Wasserballmeister werden.
Auch außerhalb des Schwimmbeckens sind die Mitglieder aktiv. Im Sportabzeichen-Wettbewerb des LSB kann der 3.Platz erreicht werden.
Zum Jahreswechsel 85/86 ist eine Jugendgruppe auf Skireise in Heiligenblut, auch die Jugend-Wasserballer sind im Höhentrainingslager.
Die Synchronschwimmerinnen werden 1986 wieder mit dem Senatspreis für die beste Jugendarbeit ausgezeichnet.
Das Jahr ist geprägt durch die Jugendeuropameisterschaften in Berlin, über 30 Helfer des SC Wedding sind mit dabei. Zudem sind wir auf dem Vereinsgelände Gastgeber für das europäische Jugendlager und den Kampfrichterabend mit der LEN.
Die SG Nord schwimmt mit Herren und Damen-Mannschaft in der 2.Bundesliga (Platz 6 bzw. 5), A.Steuer und A.Maetzulat werden jeweils Deutsche Jahrgangsmeister über 400 m Lagen.
Bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften gewinnt die Gruppe Silber mit Y. und P.Artus, S.Faber, C.Hoepke und C.Schulze)
Eine Jugendordnung wird beschlossen, mit der die Mitarbeit und Eigenverantwortung der Jugend gefördert werden soll. Für die Erwachsenen stehen Skat- und Canasta-Runden, Angelfahrt und Silvesterfeier immer noch im Terminplan und fördern die Kameradschaft.
Nach 1985 werden die Schwimmer 1987 wieder mit dem Senatspreis für die beste Jugendarbeit ausgezeichnet. U.a. 40 Titel bei den Berliner Jahrgangsmeisterschaften zeugen von einer großen Leistungsbreite.
S. Bauschke, Teilnehmerin bei JEM in Genf und Berlin, und A. Steuter, nominiert für die JEM in Luxemburg 1984, gewinnen bei den Deutschen Meisterschaften 1988 jeweils eine Bronzemedaille. Beide waren auch als deutsche Jahrgangsmeister erfolgreich.
Bei den Deutschen Meisterschaften im Kunstschwimmen erringen Pamela Artus und Susanne Faber den 3.Platz im Duett. Heike Fridrich (Kunstschwimmen) und Rene Reimann (Wasserball) sind bei der Olympiade in Seoul dabei.

Ende 1988 gibt es einen großen Erfolg für die SG Nord: sowohl Herren- als auch Damenmannschaft können in die 1. Bundesliga aufsteigen.

1989 ist Berlin (West) noch eine „Insel“ und die SG hatte eine herausragende Stellung. Wir richten die Berliner Meisterschaften „lange Strecke“ aus, die SG-Schwimmer gewinnen hier alle Titel bis auf einen. Auch bei den „normalen“ Strecken gehen 9 von 11 Titeln an die SG, vom SCW sind S.Bauschke, A.Steuer und A.Maetzulat Titelträger. Bei den Deutschen Meisterschaften –lange Strecke- erreicht A.Steuter Platz 3 über 800 m Freistil.
R.Voß wird zweimal Norddeutscher Jahrgangsmeister. Bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften erreicht S.Bauschke einen Titel, Silber erreicht C.Kühtze
Die Synchronschwimmerinnen U..Albrecht, Y. und P.Artus, S.Faber, A.Mehl und C.Schubert werden Deutsche Juniorenmeister in der Gruppe.
Beim FINA-Wasserball-Cup in Berlin sind auch Helfer vom SC Wedding wieder aktiv dabei. Die Damen-Wasserballmannschaft wird norddt. Vizemeister, die 1.Herrenmannschaft ist für den DSV-Pokal qualifiziert.
Zum Jahresende müssen die Herren der SG aus der 1.Bundesliga absteigen, die Damen schaffen den Klassenerhalt.


1990 - 1999

Der Mauerfall und in der Folge die deutsche Einheit bedeuten auch für den Sport einen großen Umbruch. Für uns gab es neue Teilnehmer bei den Veranstaltungen (unser Seniorenschwimmfest ist die erste „West-Veranstaltungen“ mit Schwimmern aus dem Ostteil) und für unsere Sportler neue Ziele. Die Folge sind aber auch Wegfall finanzieller Zuwendungen.
Die SG Nord erhält Verstärkung durch den SC Preußen. In den Jahren zuvor waren bei der SG die Berliner Wasserratten eingetreten, zwischenzeitlich Gründungsmitglied SVg Berlin und auch nach kurzer Zugehörigkeit der TSV Wittenau ausgetreten.
Der Nord-Pokal wurde mit einer Rekordbeteiligung durchgeführt: 2257 Starts durch 753 Aktive aus 36 Mannschaften. 260 Gäste wurden in einer Zeltstadt am Vereinsheim untergebracht und auch verpflegt.
Die Wasserballer spielen in diesem Jahr in der Regionalliga, richten die Deutschen Meisterschaften der Frauen aus. Die Endrunde um die Deutsche Jugend-B-Meisterschaft wurde ebenfalls ausgerichtet und mit Platz 3 abgeschlossen.
Auch außerhalb der Schwimmbecken gibt es Aktivitäten, so fährt z.B. eine Jugendgruppe im Herbst nach Paris.
Nach Ausarbeitung seit 1988 und mehreren Vorlagen auf Mitgliederversammlung und beim Amtsgericht wird die neue Vereinssatzung rechtskräftig.

1991 gewinnen die Synchronschwimmerinnen alle 4 Titel bei den Norddeutschen Meisterschaften: Solo Pamela Artus, Duett Pamela und Yvonne Artus, sowie Gruppe und Bilderreigen. Bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften wird in der Gruppe der Vize-Titel verteidigt.
Im Wasserball erreicht die B-Jugend im DSV Platz 3
Die ersten „Gesamtberliner“ Meisterschaften im Forumbad werden vom SC Wedding ausgerichtet, Caran Kühtze wird Vizemeister über 400 m Lagen.
Die SG erreicht mit den Damen den 2.Platz in der 2.Bundesliga. Nach den politischen Umbrüchen fährt erstmals ein Schwimm-Team nach Moskau.
Im Wasserball belegt die B-Jugend bei der DSV-Endrunde Platz 3.

1992 wird das Dach des Clubheims mit finanzieller Unterstützung des Senats erneuert (Flachdach des Saales wird mit Aufbau versehen). Die Damen der SG Nord können den Abstieg aus der 2.Bundesliga nicht verhindern und schwimmen damit wie die Herren in der Landesliga. Zum Jahresende wird mit „Schneewittchen“die alte Tradition einer Märchenaufführung im Paracelsus-Bad wieder aufgegriffen.

Nach dem Beitritt des SC Poseidon ändert die SG Nord 1993 ihren Namen in SG Nord-West. Wir richten die Deutsche Wasserballmeisterschaft der B-Jugend aus, unsere Mannschaft belegt Platz 3. Auch die A-Jugend schließt ihre Endrunde mit Bronze ab.
Beim Hans-Rohrbeck-Schwimmen sprengen 1000 Meldungen gegenüber 250 – 400 in den Vorjahren den Rahmen.

1994 Werden die Wasserballer für die beste Jugendarbeit im DSV ausgezeichnet. Im Berliner Schwimm-Verband wird Norbert Wudke Fachwart für Wasserball, weiterhin im Amt sind Rita Jorkisch (Synchronschwimmen) und Thomas Bath (Öffentlichkeitsarbeit). Die A-Jugend wird im Wasserball Deutscher Meister.

1995 steht das Paracelsus-Bad nicht mehr für den Vereinssport zur Verfügung, die Schwimmhalle Cité Foch steht als Ersatz zur Verfügung. Die Wasserballer werden erneut für die beste Jugendarbeit im Deutschen Schwimm-Verband ausgezeichnet. Bei den Synchronschwimmerinnen wird das Meisterschaftsprogramm umfangreicher mit der Einführung von Kurz- bzw. technischen Küren

1996 ist Petra Loeck als Wertungsrichterin bei den Olympischen Spielen in Atlanta dabei, auch für die Spiele 2000 in Athen und 2004 in Sydney wird sie berufen.
Der Nord-Pokal muss in diesem Jahr abgesagt werden, dafür können bei „Quer durch den Plötzensee“ 200 Teilnehmer begrüßt werden.
Außersportlich gibt es wieder neues: wir buchen für unsere jüngsten Mitglieder mit dem Alhambra (noch das alte) ein ganzes Kino für uns, 179 Mitglieder besuchen gemeinsam „Holiday on Ice“.
Im Synchronschwimmen gewinnen S.Faber, K.Freund, S.Longardt, P. und Y.Artus den Deutschen Masterstitel in der Gruppe. Im Wasserball wird die A- und B-Jugend jeweils deutscher Vizemeister.

Nachdem zum Jahresende 1995 die letzte Sylvesterfeier im Clubheim stattfand, gibt es 1997 mit dem american BBQ wieder eine neue große Veranstaltung auf dem Vereinsgelände. 1998 kommen ein italienischer und 1999 ein türkischer Abend hinzu.
Seit 1997 ist der SC Wedding auch im Internet vertreten.

1998 gibt es einen Weltmeistertitel für SCW-Sportlerinnen: S.Faber, Y. und P.Artus, K.Freund gewinnen mit B. und S.Hohlstein in Casablanca den Masterstitel in der Gruppe.
Auf dem Vereinsgelände wird erstmals für Kinder ein Zeltlager veranstaltet.

1999 erringen die Wasserballer einen DSV-Masterstitel, bei der Jugend werden D.Pasaoglu, A.Schlotterbeck und M.Kutschke in die DSV-Mannschaft für die Jugend-EM in Sofia berufen.

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